Der Ausweichsitz der Landesregierung NRW
Während des Kalten Krieges treffen die deutsche Bundesregierung und die Länderregierungen vorbeugende Maßnahmen für einen möglichen Atomkrieg.
Unter hoher Geheimhaltung werden geschützte Ausweichsitze errichtet. Aus unterirdischen, atombombensicheren Bunkern sollen die Regierungen mit ihren Krisenstäben weiterarbeiten können.
Der Ausweichsitz Nordrhein-Westfalens wurde über 30 Jahre betriebsbereit gehalten. Eine strenge Geheimhaltung sollte verhindern, dass die Bevölkerung von seiner Exisztenz und den dort durchgeführten Übungen ertwas erfuhr.
Erst in den 90er Jahren wurde der Bunker außer Betrieb gestellt und veräußert. Heute, nach weiteren 15 Jahren, können Besucher den Bunker besichtigen
Die Dokumentationsstätte
Die 'Dokumentationsstätte Ausweichsitz Nordrhein-Westfalen' informiert über diesen streng geheimen Teil deutscher Politik. Der Bunker liegt in der Nähe eines kleinen Ortes in der schönen Eifel. Wie hätte man hier im Kriegsfalle gearbeitet? Welche Maßnahmen waren für die Zivilbevölkerung vorgesehen? Wie war der Bunker für seine Aufgabe eingerichtet?
Alle diese Fragen können in der Dokumentationsstätte beantwortet werden, auf vier Etagen mit betriebsbereiten Einrichtungen.
Eine Führung durch den Ausweichsitz NRW
Während der Führung erfahren Sie, wie das Bunkerpersonal zum geheimen Ausweichsitz transportiert wird und welche Informationen die Familienangehörigen erhalten. Lassen Sie sich in einen Arbeitsplatz des Führungsreferates einweisen. Lernen Sie die Arbeit des Krisenstabes kennen und wirken Sie bei Entscheidungen mit. Hören Sie mit Schrecken die Katastrophenmeldung des Warnamtes und bereiten Sie Maßnahmen vor, um Hilfe zu leisten.
Was macht der WDR, wenn seine Studios in Köln und Düsseldorf zerstört sind?
Nebenbei wird Ihnen die gesamte technische Ausstattung des Bunkers erläutert. An einigen Stellen können Sie sogar selbst Hand anlegen und Maschinen bedienen.
Nach der Führung werden Sie Stoff für tagelange Diskussionen mit nach Hause nehmen.