Vor 220 Jahren errichtete der Textilunternehmer Johann Gottfried Brügelmann das prachtvolle Herrenhaus neben seiner Fabrik. Das barocke Gebäude war die Schaltzentrale eines der bedeutendsten Unternehmen des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts und gleichzeitig bürgerliches Wohnhaus einer der führenden Fabrikantenfamilien ihrer Zeit. Seit dem 8. Mai 2010 ist es – nach einjähriger Sanierung – erstmals in seiner Geschichte komplett der Öffentlichkeit zugänglich.
Die Dauerausstellung zeigt bedeutende Ausschnitte aus dem Leben der Unternehmerfamilie aus drei Generationen zwischen 1782 und 1846. Sie erzählt vom wirtschaftlichen Handeln wie auch von ganz privaten Dingen – den Lieblingsspeisen, der Jagd, Heiratsabsichten, den Dienstboten oder den Vorbereitungen für ein Fest.
Der Umbau beinhaltete auch den Einbau eines zweiten Treppenhauses mit einem Lift, der alle Etagen bis auf das Dachgeschoss auch für Menschen im Rollstuhl erschließt. Außerdem wurden neue Räume für die Museumspädagogik, für Seminare und kleine private Feiern eingerichtet.