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von   C h r i s t o p h   K a m m e r t ö n s
 im Buchhandel erhältlich


Friedrich Wieck's ›Clavier und Gesang‹ und andere musikpädagogische Schriften
(kommentiert hrsg. mit T. Mäkelä), Hamburg: Von Bockel 1998; Hardcover, 238 Seiten, Notenbeispiele und Abbildungen, Eur 21,–, ISBN 3-932696-02-6  (Inhalt)


Chronique Scandaleuse. Henri Herz – ein Enfant terrible in der französischen Musikkritik des 19. Jahrhunderts.
(Folkwang-Texte Bd. 15, hrsg. von Josef Fellsches) Essen: Die blaue Eule 2000 (zugl. Dr.-phil.-Diss. Folkwang-Hochschule Essen 1999). 328 Seiten. Notenbeispiele und Abbildungen, umfangr. Anhang (u.a. Henri Herz, Grande Sonate op. 200). Eur 30,50. ISBN 3-89206-999-9

   Inhalt: Henri Herz (1806-1888) ist im deutschen Sprachraum heute vor allem durch die spitze Feder Robert Schumanns wohlbekannt: Das Bild eines geldgierigen, künstlerisch anspruchslosen Vielschreibers auf dem Gebiet virtuoser Klavierliteratur des 19. Jahrhunderts hat sich ebenso hartnäckig festgesetzt, wie es in der moralisierenden Wertung undifferenziert ist.
   Die spannende Untersuchung der Wahrnehmung des vielfältig tätigen Musikunternehmers durch die französische Kritik seiner Zeit speist sich aus den Quellen einer der heftigsten Kontroversen in der französischen Musikpublizistik des vorletzten Jahrhunderts. Sie befragt sowohl das öffentliche Hervortreten des Pianisten, Komponisten, Professors, Klavierbauers und Konzertsaalbesitzers in dessen Wahlheimat Paris als auch die Interessen der Kritiker: Diese haben keineswegs nur vom Standpunkt ästhetischer Erwägungen, sondern auch aus wirtschaftlichen Notwendigkeiten ihrer Zeitschriften heraus geurteilt. Henri Herz verhalf die Kontroverse um seine Person zu einer nahezu beispiellosen Berühmtheit, deren Ausmaß sich mit den Worten eines Kritikers auf die Formel zuspitzen ließ: "Qui dit piano, dit Henri Herz." ("Wer Klavier sagt, sagt Henri Herz.")
    Die Arbeit von  C h r i s t o p h   K a m m e r t ö n s  untersucht sowohl die ästhetischen als auch die soziokulturellen und ökonomischen Implikationen der Kontroverse und läßt durch zahlreiche Quellen, denen jeweils auch die Übersetzung ins Deutsche beigegeben ist, ein plastisches Bild der großen Zeit des Klaviervirtuosentums im Paris des 19. Jahrhunderts entstehen. (weitere Infos zu Herz)

Lexikon des Klaviers  (hrsg. mit S. Mauser), mit einem Geleitwort von Daniel Barenboim, Laaber: Laaber-Verlag 2006; 805 Seiten mit 131, teils farbigen Abb. Leinen mit Schutzumschlag. Eur 98,– (Subskriptionspreis bis 31.12.2006, danach ca. Eur 118,–). ISBN 3-89007-543-6 (Inhalt)