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Dambusters - Die Flieger der Aktion "Chastise"

*12.08.1918 - † 19.09.1944Guy Penrose Gibson - (*12.08.1918 - † 19.09.1944)
Nach Beendigung der St. Edward's School in Oxford trat er 1936 in die Royal Air Force ein. Bei Ausbruch des 2. Welkriegs Bomberpilot im 83. Squadron.

Im Juli 1940 Auszeichnung mit dem DFC (Distinguished Flying Cross). Nach der ersten aktiven Einsatzphase wurde Gibson in einer 6 Monate dauernden einsatzfreien Zeit im Nachtkampf ausgebildet. Zurück im Kampfeinsatz, wiederum vier Abschüsse feindlicher Maschinen. Entsprechende Ehrungen gingen damit einher.

Mit 23 Jahren erfolgte die Ernennung zum Wing Commander. Im April 1942 Abkommandierung zum Bomberkommando. Während der nächsten 11 Monate als Chef der 106. Squadron flog er 172 Einsätze. Anschließend Übernahme der 617. Squadron.

Im Februar 1943 beschloss die R.A.F. die fünf hydroelektrisch betriebenen Staudämme, die einen wichtigen Teil der Versorgung des Ruhrgebietes darstellten, zu vernichten. Waffenentwickler Barnes Wallis hatte zu diesem Zweck eine neuartige Waffe, die "Bouncing Bomb", entwickelt. Der Auftrag zur Zerstörung der Dämme ging an Gibsons Einheit.

Für den Einsatz dieser "Präzisionswaffe" war ein außenordentliches Training selbst erfahrener Besatzungen nötig.   [ Details folgen ... ]

Gibsons LogbuchIn der Nacht vom 16. zum 17. Mai 1943 führte Gibson 19 Avro Lancasters, jede mit einer "Bouncing Bomb" beladen, zur Attacke auf die Dämme. Am wichtigsten Ziel, der Möhne-Talsperre, wurden 5 Versuche benötigt, um ihn zu sprengen. Drei Maschinen führte er danach weiter zum Eder-Damm....

Für seine Rolle in der Dambusters-Mission erhielt Gibson das Victoria Cross. Auf einer anschließenden USA-Reise verfasste Gibson sein Buch "Enemy Coast Ahead". Nach seiner Heimkehr wurde er als aussichtsreicher Kandidat der "Conservative Party" in Macclesfield aufgestellt.

Gibsonstraat in SteenbergenIm Juni 1944 war wieder Dienstbeginn als aktiver Soldat. Am 19.09.1944 flog Gibson eine De Havilland Mosquito als Führungsbomber beim Angriff auf die Stadt Rheydt. Auf dem Rückflug stürzte die Maschine bei Steenbergen/Niederlande ab. Guy Gibson und sein Navigator James Warwick verloren bei diesem Crash ihr Leben.

1944 war die Absturzstelle ein Acker. Heute ist dort ein Industriegebiet angesiedelt. Ein Straßenname erinnert an Guy Gibson. Im gleichen Industriegebiet sind auch eine Warwickstraat, eine Mosquito Straat und eine Lancaster Straat zu finden.

[weitere Portraits folgen...]

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