Manfred Kornatz
Über den Ev. POSAUNENCHOR WERDEN in Essen-Werden
Aus der Gründerzeit
Manfred Kornatz hatte gerade geheiratet und seine erste Wohnung 1961 in Essen-Werden auf der Brückstr. bezogen. Sein bis dahin heimatlicher Posaunenchor war in Gelsenkirchen-Resse, den er etwa 1953 gegründet hatte. Nach seinem Wohnungs- und Arbeitsstellenwechsel fehlte ihm in Werden ein Posaunenchor. Am 24.07.1964 berichten die „Werdener Nachrichten“ über den neuen Posaunenchor in Werden. Mit jungen Leuten aus dem CVJM Werden-Heidhausen unter dem Dach der Evangelischen Kirchengemeinde Werden fanden infolge seiner Initiative die ersten Übungsstunden statt. Geübt wurde sonntags nach Ende des Frühgottesdienstes um 9.45 Uhr und jeweils mittwochs um 18:00 Uhr im „Konfirmandensaal“ des Gemeindehauses (Haus Fuhr). Der Gemeindebrief Nr. 156 vom Jan. 1965 berichtet über den ersten öffentlichen Auftritt des Chores am Totensonntag, 22. Nov. 1964 um 14:15 Uhr bei unfreundlichem Herbstwetter auf dem Bergfriedhof. Es folgten die Mitwirkung des Posaunenchores in den Gottesdiensten zum 1. Advent und Weihnachten 1964. Der Ev. Posaunenchor Werden war etabliert.
Wegen seiner beruflichen Tätigkeit konnte sich Manfred Kornatz dann zu seinem großen Bedauern mehrere Jahre um den Chor nicht kümmern. Die Chorleitung ging in andere Hände über, nämlich an Dieter Lange aus Hattingen-Niederwenigern. Nach und nach nahm die „Bläserei“ leider ab, bis der Chor eine mehrjährige Ruhepause einlegen mußte. Es hängt eben sehr viel am Chorleiter. Im Januar 1982 fing Manfred Kornatz dann wieder praktisch von vorn mit 5 Leuten an. Der eine oder andere Mann der ersten Stunde hatte schon einmal ein Instrument in der Hand aber blasen im engeren Sinne konnte davon niemand. "Blasen können" ist ja nun auch sehr relativ, denn die Palette der Bläser reicht doch von Maurice Andre, Ludwig Güttler über Philipp Jones, Edward Tarr, Erik Schultz bis hin zu dem jüngsten Anfänger im Werdener Posaunenchor. Als erster Übungs- bzw. Proberaum diente anfangs das für diesen Zweck völlig ungeeignete Kellergewölbe im Haus Heck, Heckstr. 67, Essen-Werden. Im Nachhinein ist festzustellen, daß Übungen für Blechbläser in diesem Raum wegen der akustischen Verhältnisse wirklich eine Zumutung sind. Das Gemeindehaus war nicht benutzbar und daher geschlossen. Nun, der wieder erwachte Chor hat das alles überstanden. Man begann tatsächlich am Nullpunkt mit privaten, überholungsbedürftigen Instrumenten, die aus verstaubten Kellern hervorgeholt wurden. Übungsanweisungen für Anfänger verfaßte Manfred Kornatz handschriftlich. Die Evangelische Kirchengemeinde Werden verhielt sich zunächst sehr abwartend. Nicht ein Bläserbuch, nicht ein Notenständer stand seitens der Gemeinde von Beginn an zur Verfügung. Um so größer war dann die Freude bei den Chormitgliedern, als nach etwa einem halben Jahr Herr Bernhard Krüger, Presbyteriumsmitglied, während einer Übungsstunde in das Kellergewölbe Haus Heck hinabstieg und 5 Posaunen-Choralbücher und 5 Notenständer namens der Gemeinde übergab. Es sei angemerkt, daß allein ein Posaunen-Choralbuch schon damals mehr als DM 30,-- kostete. Im Ergebnis waren es nicht die Choralbücher und Notenständer, die allein Freude brachten, sondern mehr noch das Zeichen des Vertrauens in diese junge Chorarbeit, der Beginn des Engagements der Gemeinde für diesen Anfänger-Chor, die sichtbare Förderung der angefangenen Posaunenchorarbeit in der Evangelischen Kirchengemeinde Werden. Einen Etatposten für den Posaunenchor im Haushaltsplan der Gemeinde gab es allerdings nicht.
Auf der Suche nach räumlich besseren Übungsmöglichkeiten konnte der Chor dann in die Evangelische Kirche, Heckstr. gehen. Posaunist Dieter Keller von der Dudenstr., zu der Zeit noch Chormitglied, erhielt einen Kirchenschlüssel und mußte 15 Minuten vor Beginn der Übungsstunde die Gasheizung im Sitzungszimmer der Kirche anmachen. Den Trick des Anzündens kannte er, abgesehen vom damaligen Küster Herrn Behnke, nur ganz allein. Manfred Kornatz wäre mit seinen Bläsern ja lieber in die Kirchhalle gegangen, aber jahreszeitlich bedingt, war es dort zu kalt und extra zur Übungsstunde für die Bläser die gesamte Kirche zu heizen, das war der Gemeinde zu teuer. Jetzt hat die Kirche ständig eine Mindesttemperatur wegen der denkmalgeschützten Walcker-Orgel.
Schon im Sommer seiner Wiederbelebung 1982 hatte der Posaunenchor seinen ersten Auftritt. Der Chor spielte zum ersten Mal öffentlich, und zwar zur Wiedereröffnung des renovierten Gemeindehauses Haus Fuhr. Im Repertoire hatten die Bläser gerade 6 Lieder in einfachen vierstimmigen Sätzen. Die Lieder, jeweils mehrere Strophen in zwei Durchgängen wurden mit Begeisterung gespielt. Sinnvollerweise hatten die Bläser ihre Angehörigen, Freunde und Verwandten als eigenes Publikum mitgebracht. So hatte man den Beifall selbst sichergestellt, in den dann auch die Gemeinde spontan mit einfiel. Hier ist noch eine kleine Anekdote festzuhalten: Während des Blasens warf Herr Kapteina, Vater des damaligen Tenorposaunisten Matthias Kapteina aus Velbert-Tönisheide, ein Fünfmarkstück in einen offenen Instrumentenkoffer. Bei der gesamten aufgeräumten und fröhlichen Atmosphäre, die bei den Bläsern herrschte, fanden die das so lustig, daß sie fast aus dem Konzept gekommen wären, zumal der geöffnete Instrumentenkoffer keineswegs als Sammelbüchse dienen sollte, sondern nur aus Unachtsamkeit nicht weggeräumt war. Jedenfalls war das der Beginn einer Spendenaktion zu Gunsten des Posaunenchores, die den Chor ganz erheblich vorwärts brachte. Ab jetzt belegen die Veröffentlichungen in den Gemeindeblättern, im Gemeindebrief aus den Anfangsjahren des Chores die Spendenfreudigkeit der Gemeinde für ihren Posaunenchor. Der Posaunenchor war jetzt ein Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Werden. Der Chor war akzeptiert und angenommen worden. Die notwendige Mindestausstattung an Notenliteratur, Posaunenchoral-Büchern zur Begleitung der Lieder aus dem Evangelischen Kirchengesangbuch und von einfachen Spielstücken war jetzt kein Problem mehr. Damit sind keine Konzerte zu bestreiten, aber mit dem Anfänger-Posaunenchor ging es steil aufwärts.
Man begann weitere Blechbläser und solche, die es werden wollten, zu suchen. Übrigens sucht der Posaunenchor auch heute noch Bläser, sowohl fortgeschrittene als auch Anfänger. Einige alte Instrumente, manche fast schrottreif, hatten den Weg zum Posaunenchor gefunden und konnten Neulingen zur Verfügung gestellt werden. Eigentlich sollte ja gerade der Neuling ein gutes intaktes Instrument bekommen, denn er hat es ja nun wahrlich schon schwer genug, zunächst einmal einen halbwegs guten Ton herauszubekommen. Heute kann der Posaunenchor aber auch Anfängern ein relativ gutes Blechblasinstrument zu treuen Händen überlassen.
Nachdem der Posaunenchor bei dem Festakt der Neueröffnung des renovierten Gemeindehauses mitgewirkt hatte, ist er dann auch in das Gemeindehaus eingezogen. Endlich konnte sich der Chor richtig breit machen. Allein für die Utensilien wie Ständer, Bücher, Instrumente erhielt der Posaunenchor einen eigenen "Raum" mit eigenem Schlüssel, nämlich das "Bühnen-Kabuff". Die Regale im Kabuff haben die Chormitglieder Dieter Keller und Pit Rode angebracht. Frau Koch, seinerzeit Kirchmeisterin, hat dem Chor dankenswerterweise einen Schrank zur Verfügung gestellt. Mittlerweile stehen dort professionelle Registraturschränke, die das Notenmaterial beherbergen. Für die Chorstunde dient der große Saal. Anfängerstunde und Musikunterricht finden statt im Foyer-Raum. Bessere Übungsbedingungen kann sich der Posaunenchor gar nicht wünschen. Der Posaunenchor hat als eine Gruppe der Gemeinde einen Platz in der Gemeinde gefunden.
Struktur des Posaunenchores
Der Posaunenchor ist kein selbständiger Verein. Er versteht sich als eine Gruppe in der Kirchengemeinde. Die Mitglieder des Posaunenchores kommen aus dem Essener Süden und dem Velberter Raum, aus Heiligenhaus und aus Mülheim, ja sogar aus Gelsenkirchen und haben ihr Domizil bei der Ev. Kirchengemeinde Werden in Essen-Werden.
In vollständiger Besetzung umfaßt der Posaunenchor Werden z.Zt. 6 Frauen und 13 Männer.
Die unterschiedlichsten Berufe finden sich im Posaunenchor ein. Der Oberstudiendirektor übt gemeinsam mit seiner Schülerin die gleiche Trompetenstimme. Akademiker, Studenten, Leitende Angestellte und die Hausfrau gehören zum Posaunenchor genau so, wie der selbständige Tischlermeister, Versicherungskaufmann oder der Möbelhändler. Es begegnen sich im Chor der Teeager und die Oma, der Arbeitslose und der Arzt. Der freiberufliche Architekt, der Beamte und der Rentner und der Rechtanwalt gehören zur Chorgemeinschaft. Die Bläser kommen überwiegend aus evangelischen Gemeinden aber auch aus freien evangelischen Gemeinden und auch Katholiken sind dabei.
Das Spektrum reicht von jung bis alt. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen haben sich zusammengetan. Ansonsten im Widerstreit liegende Interessen treffen sich hier. Die unterschiedlichsten Individuen und verschiedene Charaktere und auch der politisch Andersdenkende kommen im Posaunenchor zusammen. Völlig unterschiedliche Leute will der Posaunenchor integrieren. Hinzu kommt noch, daß man allgemein den Musikern nachsagt, sie seien sehr sensibel, desto mehr werden an die Führung eines Posaunenchores nicht nur musikalische Anforderungen gestellt, sondern auch Menschenführung ist gefragt. Nur eines haben alle Chormitglieder gemeinsam: Man will möglichst gute Posaunenchormusik machen, wobei aber die einzelnen Bläser auch noch unterschiedliche Wünsche hinsichtlich der verschiedenen Musikstile und -richtungen haben. Auch bestehen unterschiedliche Anforderungen bezüglich des Schwierigkeitsgrades der zu spielenden Musik. Der eine Bläser fühlt sich überfordert und der andere wiederum unterfordert. Es gibt wohl kaum eine Gruppierung von Menschen so unterschiedlicher Art und Weise, wie in der wahrhaft lebendigen Gemeinschaft des Posaunenchores.
Chorgemeinschaft
Zur Förderung und zur Herausbildung einer Chorgemeinschaft
geschieht im
Ev. POSAUNENCHOR WERDEN einiges. Die erste Chorstunde jeweils im Neuen Jahr
findet ohne Instrumente statt bei Speis´ und Trank am gemütlichen Kaminfeuer.
Bei dieser sogenannten „Hauptversammlung“, eine eigene Satzung besteht nicht,
werden alle anstehenden Chorangelegenheiten besprochen. Verschiedene Meinungen,
wie sie in jeder Gemeinschaft und insbesondere bei sensiblen Musikern aufgrund
der völlig unterschiedlichen Individuen ganz natürlich vorkommen, werden
respektiert, manchmal auch hart und sehr kontrovers diskutiert und zum Vorteil
des Chores auch ohne kodifizierte Statuten geregelt.
Die Geburtstage der Chormitglieder werden nicht vergessen. Als kleine Aufmerksamkeit hält der Chor ein Geschenk bereit. Oft ist es eine CD mit blechbläserischer Musik.
Die jährliche Adventsfeier des Chores mit Einbeziehung der "Bläserfamilie" ist schon Tradition. Auch eine Einladung im sommerlichen Garten eines Chormitgliedes wird gern angenommen.
In besonderen Feierstunden, meistens in einem Bläsergottesdienst erfolgen Ehrungen und Auszeichnungen von Bläsern, die sich um den Chor besonders verdient gemacht haben. Nicht wenige Bläser im Ev. POSAUNENCHOR WERDEN tragen für 10 Jahre Mitgliedschaft das "Silberne Bläserzeichen" und auch das "Goldene Bläserzeichen" für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde mehrfach verliehen. Bei Neuaufnahme in den Ev. Posaunenchor Werden wird das „Bläserabzeichen in Bronze“ überreicht. Jährlich am 1. Sonntag im September feiert der Chor mit der Gemeinde einen „Bläsergottesdienst“, den der Chor allein gestaltet.
Zur Pflege der Chorgemeinschaft macht der Ev. Posaunenchor Werden fast in jedem Jahr einen mehrtägigen Ausflug oft verbunden mit einem Konzert am Ausflugsort.
Posaunenchorausflüge
1987, Flandern-Rundfahrt, Brügge, Stadtbesichtigung, Grachtenbootsfahrt, Gent, Antwerpen, Ostende.
1988, Holland, Hindeloopen, der Chor gibt ein Hafenkonzert auf der Mole, ist mit dem Segelschiff auf dem Ijsselmeer, Übernachtung im Bungalow der Chormitglieder Eheleute Gerh. u. Christel Koch, Bootsfahrt durch die Kanäle.
1990 / 1991, Holland, Ferienpark Kempervennen.
1992, Holland, Gran Dorado-Park, Zandvoort.
1994, Holland, Gran Dorado-Park, Port Zeelande, Renesse, Delta-Werke, Burg Hamstede.
1995, Emsland, Meppen, Kraftwerksbesichtigung,
Moor-Museum, Chormitglieder machen Torfstecher-Diplom, Papenburg, Besichtigung
der Meierwerft, Theaterabend "Zar und Zimmermann".
1996, Holland, Maastricht, Schiffahrt auf der Maas, Untertagesteinbruch Grotten Sint Pietersberg , zurück über Aachen, der Posaunenchor spielt im Karlsdom und erhält eine exklusive Führung durch die Schatzkammer.
1997, Eine ganze Woche lang auf der Ostseeinsel Usedom, Quartier in Zinnowitz, Bläsergottesdienst in Heringsdorf, Schiffahrt nach Swinemünde, Radtour, Besichtigung des Raketengeländes Peenemünde.
1998, Belgien, Lüttich, Quartier im "Holiday Inn", Stadtbesichtigung, Ardennenrundfahrt, Annevoie mit Schloß, Gärten und Wasserspielen, Besichtigung der Grotten von Han, Panzersperren Westwall, zurück über die malerische Stadt Monschau.
1999, dreitägige, große Harztour, Domizil in Zorge, beste Sicht bei klarem Wetter vom Brocken. Während des Gottesdienstes in Zorge geben wir ein kleines Gospel-Konzert. Wir erhalten nicht nur Dankesbriefe, sondern auch eine Geldspende.
2000 in Bocholt nahe der holländischen Grenze mit Besichtigungsprogramm im dortigen Umland u. a. Textilmuseum. Gemeinsam mit dem Posaunenchor Bocholt wird dort konzertiert.
2001, Anfang Oktober, 3 Tage Aufenthalt im "Preston Palace", Almelo Holland, in einer geschlossenen Ferienanlage mit verschiedensten Freizeitangeboten alles unter Dach. Das war auch gut so, denn es hat durchgehend geregnet. Die meisten Chormitglieder haben von der Anreise bis zur Abreise die Anlage nicht mehr verlassen.
2002 ging die Fahrt ins Emsland, nach Meppen und Umgebung. Höhepunkte waren die Besichtigung des Atomkraftwerks in Lingen, der Besuch bei der Korn-Brennerei Rosche in Haselünne, die Aufführung „Annie Get Your Gun“ auf der Freilichtbühne Meppen sowie ein Abstecher ins Moor bei Geeste.
2003 verbringt der Chor 3 Tage in Wiehl, Sommerfrische im Oberbergischen Land, Wanderung über Schloß Homburg nach Nümbrecht, Bläserkonzert in der dortigen Rehaklinik, Tiergehege, Tropfsteinhöhle, Kutschenfahrt, bläserische Mitwirkung beim Gottesdienst in der Wiehler romanischen Kirche (12. Jhdt.) und das Museum „Achse, Rad und Wagen“ waren einige Höhepunkte des Chorausflugs.
2004 in Amsterdam, Quartier im Hotel NH Jan Tabak, Bussum. Grachtenfahrt, Stadtbesichtigung, Rundgang mit Führung gehörten zum Programm. Besuch einer Diamantenschleiferei, Besichtigung der Käseproduktion und Holzschuhfabrik. Beim Gottesdienst in der „Grote Kerk“ von Naarden (Baubeginn 1350) erhalten wir von der Gemeinde viel Beifall.
2005 lädt das Chormitglied Wolfgang Bösenberg an Stelle eines Ausflugs zu einem sommerlichen Fest in seinen Garten.
Im Jahr 2006 war der Chor bei schönstem Wetter vom 08.06 -11.06 in der Ferienregion Waldeck-Edersee, Waldhotel Wiesemann. Wasser Wald und Berge, Wildpark Edersee, Greifvogelstation mit Vogelschau, Nationalpark Kellerwald, Schiffahrt, Wasserkraftwerk; Standseilbahn EON und Pumpspeicherbecken sowie Schloss Waldeck sind in schöner Erinnerung.
2007 geht es in die Eifel. Standort ist Schalkenmehren. Wir wohnen im Hotel Michels. Wanderungen um die Mare, Besichtigung des Observatoriums Hoher List bei Daun, Besuch der Eifeler Glockengießerei Mark in Brockscheid standen auf dem Programm. Wegen unterschiedlicher Meinungen bei den dortigen Bläserauftritten war die Stimmung leider getrübt.
2008 hat man sich an Stelle eines Ausflugs, wie auch schon 2005, zu einem sommerlichen Abend im Garten unseres Chormitglieds Wolfgang Bösenberg getroffen.
2009 machte der Chor einen Ausflug mit Übernachtung
in Soest, Westfalen.
Eine Stadtführung, die Freilichtaufführung „ Der Sturm auf Soest von 1447“
und das mittelalterliche Treiben in der Stadt anläßlich der „Soester Fehde“
waren absolute Höhepunkte. In der Neu St.-Thomä-Kirche feierten wir
mit dem dort ansässigen Posaunenchor gemeinsam einen Gottesdienst. Gewohnt
haben wir im Haus Düsse (Ostinghausen).
2010 machen wir anstelle eines Ausflugs ein 2-tägiges Bläserseminar mit unserem neuen Posaunenwart Matthias Nagel, und zwar auf der Katholischen Akademie des Bistums Essen "Die Wolfsburg" in Mülheim.
2011 fahren wir mit Übernachtung in die Freie Hansestadt Bremen. Eine professionelle Stadtführung erschließt uns Bremen und bringt uns die Bremer Sehenswürdigkeiten nahe, wie z. B. Bremer Stadtmusikanten, Rathaus Bremen, Bremer Roland, St. Petri Dom, Böttcherstraße, Schnoorviertel und vieles mehr. Bläserische Mitwirkung im Gottesdienst einer Bremer Gemeinde ist wie bei allen unseren Ausflügen selbstverständlich.
Anfängerunterricht
Der Ev. Posaunenchor Werden bietet für jung und alt „Musik
zum Anfassen“, selbst zu musizieren, mittendrin zu sein, in der Gemeinschaft
Musik zu machen, das ist doch eine gute Alternative. Um ein Blechblasinstrument
zu erlernen, ist es kaum zu früh und nie zu spät. Im Alter von etwa 12 Jahren
könnte man anfangen und selbst im Rentenalter kann man noch erfolgreich
Unterricht nehmen. Es reicht, musikalisch interessiert zu sein. Vorkenntnisse
sind nicht erforderlich. Ein Blechblasinstrument ist vergleichsweise leicht zu
erlernen. Mehrere Anfänger erhalten Unterricht in kleinen Gruppen. Nach
Absprache ist auch Einzelschulung möglich. Schon nach kurzer Zeit, nimmt man an
den Chorproben teil. Ganz ohne zu üben geht das allerdings nicht. Mitmachen im
Ev. Posaunenchor Werden!
Für den Anfang kann der Chor ein Instrument leihweise zur Verfügung stellen,
obwohl es besser wäre, ein eigenes Instrument zu besitzen, das dann auch mit
Liebe gepflegt wird.
Für den Unterricht steht dem Ev. POSAUNENCHOR WERDEN dankenswerterweise ein "Musikprofi" zur Verfügung, nämlich Knut Kornatz, ein diplomierter Musiklehrer. Knut Kornatz betreibt ein eigenes Tonstudio und betätigt sich als Komponist und Arrangeur. Anfänger sind also bei ihm in den besten Händen. Kostenlos ist allerdings der professionelle Unterricht nicht (Mobiltelefon Knut Kornatz: 01 777 92 58 21).
Zur Kontaktaufnahme kann man auch einfach ins Gemeindehaus, Heckstr. 16, Eingang Haus Fuhr 7-9, 45239 Essen-Werden kommen, und zwar mittwochs, 19.30 Uhr, denn dann hat der Posaunenchor seine Probestunde.
Organisation, Verbände, Zusammenarbeit
Natürlich suchte auch der Ev. POSAUNENCHOR WERDEN nach Kontakten zu anderen Posaunenchören und das geschah am besten über die Organisationen der Posaunenchorbläser. Es gibt da den "Bund Christlicher Posaunenchöre Deutschlands" (bcpd), in dem vorwiegend Posaunenchöre aus dem freikirchlichen Raum organisiert sind. Zu nennen ist da der "Gnadauer Posaunenbund", dem überwiegend Posaunenchöre der Landeskirchlichen Gemeinschaft angehören. Erwähnt sei das Posaunenwerk „Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche“ (SELK). Die Adventisten haben ihr „Advent-Posaunenwerk“. Die Landeskirchen haben ihre Posaunenwerke. Es gibt circa 7.000 Posaunenchöre in Deutschland, die in etwa 30 Verbänden organisiert sind. Alle Werke und Verbände, die Posaunenarbeit betreiben, sind wiederum organisiert in dem Dachverband „Der Evangelische Posaunendienst in Deutschland e.V.“ (EPiD).
Manfred Kornatz, Gründer und Dirigent des Posaunenchores Werden bis Ende 2008, ist als junger Mensch (*17.03.35) mit dem CVJM groß geworden. Da lag es also nahe, mit seinem Chor dem CVJM / Westbund beizutreten, zumal Manfred Kornatz seine Bläser- und Chorleiterausbildung hauptsächlich durch Kurse, Lehrgänge und Schulungen beim CVJM-Verband erhielt. Die Chorleiterprüfung hat Manfred Kornatz beim CVJM-Gesamtverband abgelegt. Ganz selbstverständlich aber war es auch, als Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Werden dem „Posaunenwerk der Evangelischen Kirche im Rheinland e.V.“ (Posaunenwerk der EKiR) beizutreten. Der Ev. POSAUNENCHOR WERDEN war damit zahlendes Mitglied bei zwei Bläser-Organisationen. Das bedeutete Nachteil für den Etat, aber Vorteil für die Bläser, denn das Schulungsangebot beider Verbände in Form von Bläserlehrgängen steht den Werdenern Posaunenchorbläsern zur Verfügung. Davon wird aber leider nicht sehr rege Gebrauch gemacht. Die Schulungen sind im Chorinteresse und werden finanziell gefördert. Die Mitgliedschaft beim CVJM / Westbund wurde inzwischen aufgegeben.
Bezirk
Das Posaunenwerk der Evangelischen Kirche im Rheinland, dem
der Ev. Posaunenchor Werden angehört, gliedert sich in Bezirke. Auf regionaler
Ebene gehört der Chor zum Bezirk Essen / Mülheim. Die Posaunenchöre in diesem
Bezirk haben untereinander ein freundschaftliches Verhältnis. Man hilft sich
gegenseitig, soweit notwendig. Hier in diesem Bezirk wurde 1982 der
„Bezirks-Chor Essen“ ins Leben gerufen. Dieser Bezirks-Chor setzte sich aus
Bläsern der einzelnen Gemeinde-Posaunenchöre zusammen und nahm Aufgaben wahr,
die ein einzelner Posaunenchor aus irgendwelchen Gründen manchmal nicht zu
leisten vermochte. Mit dem Tod von Willi Goldbach, der Posaunenchorleiter in
Frillendorf und im Bezirkschor sehr engagiert war, ist leider der
Bezirksposaunenchor eingegangen.
Um ein freundschaftliches Miteinander der Bläser zu erhalten und zu fördern
wurde auf Bezirksebene der „Bezirksposaunentag“ geschaffen. Sich zu treffen,
Kontakte neu zu knüpfen oder alte zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und
ein gemeinsames Blasen sind Sinn und Zweck des Bezirksposaunentags. Möglichst
alle zwei Jahre veranstaltet der Bezirk einen solchen „Bezirksposaunentag“. Im
Jahr 1997 wurde der Bezirksposaunentag ganz groß vom Ev. Posaunenchor Werden
ausgerichtet und in Werden gefeiert. Aber auch auf der Bezirksebene geht es mal
auf- und dann mal wieder abwärts. Zur Zeit geht es gemessen an Veranstaltungen
und Treffen auf der Bezirksebene nur sehr mäßig zu.
Dann ist der Ev. POSAUNENCHOR WERDEN noch Mitglied im "Stadtverband Musik Essen" (SME). Zweck, Aufgaben und Ziele des Stadtverbandes Musik Essen sind in einer Satzung geregelt. Allgemein kann festgehalten werden, daß der SME sich um das Musikleben in der Stadt Essen kümmern sollte, was aber zur Zeit kaum geschieht. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß der SME eingeschlafen ist.
Bekanntheit und Konzerttätigkeit
Relativ schnell hat sich der Ev. POSAUNENCHOR WERDEN einen guten Namen gemacht. Der Chor fand Eingang in das Kulturhandbuch des Kreises Mettmann und ist anerkannter KULTURTRÄGER der STADT ESSEN.
Seit 1985 veranstaltet der Ev. POSAUNENCHOR WERDEN jährlich am letzten Sonntag vor den Osterferien sein großes Fest-Konzert. Diesen stets wiederkehrenden Termin sollte man sich ganz dick vormerken. Mit berechtigtem Stolz kann man von einer Konzerttradition des Ev. POSAUNENCHORES WERDEN sprechen. Die Konzerte zeichnen sich stets aus durch ein sehr hohes künstlerisches Niveau. Solisten und Bläsergruppen der Weltspitzenklasse waren hier schon zu Gast. Die Chronik hochkarätiger Künstler, die bei den Werdener Posaunenchorkonzerten zu Gast waren, ist lang. Die jährlichen Konzerte des Ev. POSAUNENCHORES WERDEN sind längst nicht mehr nur ein Werdener Ereignis, sondern Konzertbesucher aus ganz Essen kommen zu dieser doch herausragenden blechbläserischen Musikveranstaltung. Mittlerweile ist der Chor auch überregional ganz gut bekannt. Zur Popularität des Chores haben auch die jährlichen Advents- und Weihnachtskonzerte im Großraum Essen und in den Städten der näheren Umgebung beigetragen.
Der WDR hat den Chor mehrfach in sein Programm aufgenommen, so z.B. WDR 1 "Musikszene West", WDR 2 "Freie Fahrt ins Wochenende" und natürlich WDR-regional aus Essen. Die „Neue Essener Welle“ hat mehrere Sendungen mit dem Chor gemacht. Im Fernsehen für Essen "OK 43" ist der Posaunenchor aufgetreten. Der Ev. POSAUNENCHOR WERDEN will mit seinen Konzerten auch ein "Aushängeschild" der Evangelischen Kirchengemeinde Werden sein.
Konzertchronik
Erinnert sei an das erste Werdener Posaunenchor-Konzert am 02.06.1985. "Weltspitzenklasse beim Ev. POSAUNENCHOR WERDEN," so berichtete damals die Presse darüber. Eric Schultz, Toronto, Spezialist auf der Piccolo-Trompete und Paul Busato, Organist an St. Charles Borromeo Church, Toronto, waren die Stars. Für Zuhörer und Posaunenchorbläser fürwahr ein bleibendes Erlebnis. Akustik und Orgelklang in der Ev. Kirche Essen-Werden, Heckstr. gefielen den Künstlern so sehr, daß sie noch im gleichen Jahr von Toronto, Kanada zu Musikaufnahmen in die Werdener Kirche kamen.
Das Konzert am 27.04.1986 war nicht minder spektakulär, bei dem der aus Essen-Werden stammende Jochen Weber mit seinem Posaunenquartett "Neues aus Jericho" auftrat. Unter stürmischem Beifall mußten die hochkarätigen Berufsmusiker Zugabe um Zugabe blasen. Ein weiterer Genuß bei diesem Konzert war es, dem Duisburger Blechbläserquintett zuzuhören. Das Quintett bestand aus Kindern zwischen 11 und 13 Jahren. Diese Kindergruppe hatte gerade den 1. Preis des Landesmusikwettbewerbs NW erhalten und stellte sich nun in Werden beim Posaunenchorkonzert der breiten Öffentlichkeit.
Bei dem Konzert am 29.03.1987 begeisterte der erfolgreiche Komponist Landesposaunenwart KMD Karlheinz Saretzki aus Westfalen mit seinem Ensemble die Zuhörer. Eigene und von ihm bearbeitete Kompositionen boten einen Hörgenuß. Für das abwechslungsreiche Programm sorgte auch der Ev. Kirchenchor Heidhausen mit der Dirigentin Frau Margrit Zacharias. "Die Zeit verging viel zu schnell", urteilte einhellig die Presse.
Am 13.03.1988 war wieder der Kirchenchor dabei. Als Stargast hatte man den Solotrompeter Sebastian Baumann aus Kettwig verpflichtet. Die Presse konstatierte: "Hervorragender Trompetenvortrag". Der Ev. POSAUNENCHOR WERDEN hatte sich mit seinen Konzerten endgültig etabliert. Nicht nur die heimischen "Werdener Nachrichten", sondern Zeitungen in ganz Essen stellten fest: "Blechbläserkonzerte fehlten bisher im Kulturangebot".
Zu dem Konzert am 12.03.1989 sorgte der Posaunenchor für Überraschungen. Ein Posaunenquartett der Essener Philharmonie war zu Gast. Eine kaum zu überbietende künstlerische Qualität wurde dargebracht. Der Posaunenchor stellte eigens für das Konzert aus seiner Mitte das "Gabrieli-Brass-Quartett" zusammen. Der WDR wurde aufmerksam und widmete dem Posaunenchor breiten Raum in drei Radiosendungen.
Der riesige Erfolg des Posaunenquartetts der Essener Philharmonie beim vorangegangenen Konzert veranlaßte den Ev. POSAUNENCHOR WERDEN für sein Konzert am 25.03.1990 wieder die Philharmoniker einzuladen. Als die Posaunisten Stefan Schmitz, Hans-Joachim Exner, Siegfried Müller und Werner Kernspecht auch noch "Hey jude" von J. Lennon / P. McCartney und außerhalb des offiziellen Programms bekannte Melodien von Gershwin spielten, wollte der brausende Beifall kein Ende mehr nehmen.
Ganz großartig war das Konzert vom 17.03.1991. Gleich drei Gruppen bestritten das Konzert. Das berühmte "Bläser-Ensemble Karlheinz Saretzki" war wieder zu Gast. Mehrere CDs hat der Erfolgskomponist und Posaunenwart aus Westfalen zwischenzeitlich herausgebracht. Mit dabei war der "Rheinische Posaunendienst", der sein Abschiedskonzert gab. Der gastgebende Posaunenchor begeisterte unter anderem mit "Das große Halleluja" aus dem "Messias" von Georg Friedrich Händel.
Am 29.03.1992 anläßlich des Posaunenchorkonzerts war die große evangelische Kirche in Essen-Werden voll bis auf den letzten Platz. Keine Maus paßte mehr hinein. Das Lokalfernsehen war da. Der Ev. POSAUNENCHOR WERDEN veranstaltete diesmal sein Konzert gemeinsam mit dem Männerchor "Werdener Sangesfreunde" und hatte zusätzlich den bekannten Solotrompeter Victor Gerassimez von der Essener Philharmonie als Stargast eingeladen.
Zum Konzert am 21.03.1993 konnte Kai Uwe Ohlert, Soloposaunist bei den Niederrheinischen Symphonikern Krefeld/Mönchengladbach, gewonnen werden. Besonders begeisterte das Publikum sein Solo bei der „Ostermusik“ von Magdalene Schauß-Flake.
Begeistern konnte am 13. März 1994 LPW Günther Klenk mit dem Rheinischen Blechbläserensemble. Nach Gabrieli und Händel kamen Three Brass Cats von Chris Hazell, Pink Panther von Henry Mancini u.a.m.
Als Gäste musizierten am 26.03.1995 die BRASS CONNECTION, eine Bläsergruppe des CVJM/Westbundes, Wuppertal, mit ihrem Chef Matthias Schnabel. Die BRASS CONNECTION bot ein Musikspektrum dar von der „Klassischen Musik“ über die sogenannte „U-Musik“ bis hin zu Arrangements vom Jazz inspiriert.
Nach dem gelungenen Konzert von 1992 in Kooperation mit dem Männergesangverein „Werdener Sangesfreunde“ wurde vielfach gewünscht, ein ähnliches Konzert zu wiederholen. Nun konzertierten die WERDENER SANGESFREUNDE wieder gemeinsam mit dem Ev. POSAUNENCHOR WERDEN am 17.03.1996 um 17.00 Uhr in der Ev. Kirche Werden, Heckstr.
Am 28. / 29. Juni 97 fand in E.-Werden das Bezirksposaunenfest statt. Zwischen 60 bis 70 Posaunenchorbläser aus ganz Essen beteiligten sich am Samstag beim Platzkonzert auf der Brehminsel, beim Bläsergottesdienst am Sonntagmorgen und beim Bläserkonzert am Sonntagnachmittag um 17.00 Uhr in der Ev. Kirche, Heckstr.
Den wirklich größten Konzerterfolg in der bisherigen Geschichte des Posaunenchores hatte man am 22.03.1998 in der großen Werdener Kirche. Selbst die letzten Stehplätze in der Kirchhalle und auf der Empore waren vergeben. Das Konzert stand unter dem Motto: "Swing, Gospel, Spiritual" und wurde neben dem Posaunenchor bestritten von der Band "Esther´s Gospel Train". Alle Stücke dieser Band waren arrangiert vom Bandleader Knut Kornatz, der sich selbst auch als Meister der E.-Gitarre präsentierte. Es ist beabsichtigt, diesen Konzerterfolg mit gleicher Besetzung zu wiederholen am So., 21.03.99, 17.00 Uhr, Ev. Kirche Essen-Werden, Heckstr. 54/56.
Der Vorjahreserfolg mit der Band "Esther´s Gospel Train" gab Veranlassung, mit der gleichen Gruppe in das Konzert vom 21. März 1999 zu gehen. Wieder war die Ev. Kirche in Werden bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz gefüllt. Die Medien berichteten begeistert und überschwenglich von dem riesigen Konzerterfolg.
Am 09. April 2000 hatten wir bei unserem Konzert den Chor „Singing Sound“ mit Winfried Dördelmann aus Bochum zu Gast. Auch dieses Konzert stand unter dem Motto „Swing, Gospel, Spiritual und wieder hatten wir ein total volles Haus.
Die Konzerte unter dem Titel „Swing, Gospel, Spiritual“ fanden Fortsetzung auch im folgenden Jahr. Am 01. April 2001 fand wohl eines der besten Konzerte statt wieder mit der Gruppe „Esther´s Gospel Train“ mit dem Bandleader und Arrangeur Knut Kornatz, Sohn des Posaunenchor-Dirigenten Manfred Kornatz. Die große Ev. Kirche Werden war überfüllt. Die Musiker wurden überschwenglich gefeiert.
Das Fassungsvermögen der großen Ev. Kirche in Werden war für
das Konzert am
17. März 2002 einfach zu klein. Schon ¾ Stunden vor Konzertbeginn war
kein Sitzplatz mehr zu haben. In den Gängen und auf der Empore standen die
Menschen dicht an dicht. Als Stargast hatten wir engagiert Lothair Eaton , den
schwarzen Amerikaner und Hauptdarsteller beim „Starlight-Express“ in Bochum,
die Erstbesetzung in der Rolle des „Papa“. Begleitet wurde er vom „Gospel
Train“, ausschließlich von Berufsmusikern unter dem Bandleader Knut Kornatz. Es
war der grüßte Konzerterfolg in unserer Geschichte. Auch der Posaunenchor ist
in Sachen Swing, Spiritual Gospel über sich hinaus gewachsen. Das Konzert ist
wohl nicht mehr zu übertreffen!
Das Konzert am 06. April 2003 wurde wieder mit Lothair Eaton, dem Hauptdarsteller vom „Starlight-Express“, gestaltet. Begleitet wurde er von der professionellen Galaband „Giant Steps“, die unter dem Bandleader Knut Kornatz, auch als „Gospel-Train“ auftritt. Wieder war die Ev. Kirche in Werden überfüllt.
Zu Gast beim Konzert vom 28. März 2004 war „Just Gospel aus Dortmund, ein „Weißer Chor“ mit „Schwarzem Sound“. Gospel traf auf Klassik des Posaunenchores. Der Posaunenchor wurde geleitet vom Gastdirigenten Dr. Frank Beekmann, Erkrath.
Ganz große Spitze war das Konzert vom 13. März 2005 mit dem Kooperationspartner GIANT STEPS. Laut Presse: „Konzert war kaum zu toppen!“
Der 02.04.06 war ein Konzerttag, bei dem der Ev. Posaunenchor Werden ein kleines Bläserenseble aus befreundeten Gastbläsern mit bekannten Musical-Melodien präsentierte. Die Band GIANT STEPS mit der Sängerin Susanne Meyer interpretierte Gospelmusik mit gekonnten Jazzelementen. Der Posaunenchor selbst hat sich diesmal auf die klassische Variante beschränkt. Die Werdener Kirche war wieder bis auf den letzten Stehplatz gefüllt.
Wie immer, eine Woche vor Beginn der Osterferien fand am 25.03.2007 das Posaunenchor-Konzert statt.
Diesmal wieder mit der Band GIANT STEPS und der Sängerin Susanne Meyer, jedoch mit einem anderen Programm, nämlich mit dem Schwerpunkt „Lateinamerikanische Melodien“, was für den Posaunenchor die absolute Leistungsgrenze bedeutete. Ohne den Berufsmusiker Knut Kornatz, der die Stücke einstudierte und der auch das Konzert dirigierte, wäre das Konzert nicht machbar gewesen. Das Konzert hat den Zuhörern gut gefallen und die Presse hat sehr positiv berichtet.
Unter dem Motto Classic, Swing, Gospel konzertierten am 09.
März 2008 der Posaunenchor mit den Kooperationspartnern UNISONO und die
YOUNG VOICES aus
Solingen-Ketzberg mit der Dirigentin Frau Elisabeth Szakács sowie einer
fünfköpfigen Combo bestehend aus Berufsmusikern.
Am 14.12. 2008 verabschiedete sich Manfred Kornatz bei einem Weihnachtskonzert als Chorleiter. Wieder war die große Ev. Kirche Werden bis auf den letzten Stehplatz rappelvoll. Die örtliche Presse feierte den Erfolg des gelungenen Abschiedskonzerts. Die Chorleitung geht auf Herwig Frassa aus Gelsenkirchen über.
Mit dem Wechsel der Chorleitung enden die traditionellen
Konzerte des Posaunenchores in der vorösterlichen Zeit. Unter der Leitung von
Herwig Frassa gibt es lediglich noch
am 20.12.2009 eine Festliche Musik zur Weihnachtszeit für Bläser ,
Orgel, und Pauken. Die Bläserauftritte gehen merklich zurück. Ende 2011
verlässt Herwig Frassa den Chor.
Die Arbeit des Posaunenchores / Bläserauftritte
Der Posaunenchor ist ein wichtiger Bestandteil der Gemeindearbeit. Der Posaunenchor spielt zu Gottes Lob und Ehre, zur Erbauung der Gemeinde und zur eigenen Freude. Er trägt zur Gestaltung der Gottesdienste bei. Er musiziert in Altenheimen und Krankenhäusern und spielt bei unterschiedlichen Anlässen in der Öffentlichkeit. Der Posaunenchor ist natürlich dem evangelischen Kirchenlied verpflichtet. Die ältere Bläsermusik, das neue geistliche Lied, Spiritual und Gospel sowie moderne Bläserliteratur gehören zum Programm des Posaunenchores. Gepflegt wird auch das Volksliedergut. Der Posaunenchor ist ein leistungsfähiges Bläserensemble und trägt in hohem Maße zu der kulturellen Aufgabe der Kirche bei.
Der Ev. POSAUNENCHOR WERDEN musiziert zu den verschiedensten Anlässen, sei es am Wander- oder Fitnesstag, wo dann Frühlings- und Sommerlieder sowie Volkslieder gespielt werden. Mit dabei ist der Posaunenchor bei Sommerfesten, Stadtteilfesten, beim City-Treff, beim Gemeindefest, beim Martinszug oder bei der Nikolausfeier. Der Posaunenchor gestaltet mit die betriebliche Weihnachtsfeier oder er kommt mit einem kompletten Advents- und vorweihnachtlichen Konzert zum Veranstalter. Beim Weihnachtsbasar und auf dem Weihnachtsmarkt sorgt der Posaunenchor für die Musik. Er musiziert aus besonderem geschäftlichen oder auch privaten Anlaß. Vielen Veranstaltungen gibt der Chor den musikalischen Rahmen und er kommt auch zum privaten Ständchen. Erst durch den Posaunenchor erhält die Trauung den festlichen Charakter. Ebenso ist er da in der "Stillen Zeit" z. B. bei der Kranzniederlegung am Volkstrauertag. Bei Beerdigungen gibt der Chor das musikalische Trauergeleit. Die Mitgestaltung besonderer feierlicher Gottesdienste ist selbstverständlich. Diesem vielfältigen Engagement wird der Ev. Posaunenchor Werden mit einem attraktiven Repertoire gerecht. Man muß nur rechtzeitig für vorgesehene Veranstaltungen die Termine mit dem Chor absprechen.
Chorleiter, Dirigenten
1964 – 2008 Manfred Kornatz
2008 – 2011 Herwig Frassa
2012 - Knut Kornatz